20. Mai - Weltbienentag

Die Vereinten Nationen haben letztes Jahr offiziell den 20. Mai zum Weltbienentag ernannt. Ziel ist, die Bedeutung der Bestäubungsleistung der Bienen für die weltweite Ernährung und auch die Probleme, unter denen Honigbienen, Wildbienen und andere Insekten aktuell leiden, stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken. Mit dem Ansäen einer passenden Samenmischung tragen Sie dazu bei, geeignete Pflanzen für die Wildbienen in der Schweiz zu verbreiten und somit eine wichtige Nahrungsgrundlage für die verschiedenen Wildbienenarten zu bieten. Weiter fördern wir so gemeinsam die Biodiversität in der Schweiz - passend zum Tag der Biodiversität vom 22. Mai 2018. Lassen auch Sie Ihre Umwelt erblühen und tragen Sie zum Erhalt der Vielfalt des Lebens bei. 

Wildbienen, die vergessenen Bestäuber

Die Mehrheit der Bevölkerung denkt bei Bienen in erster Linie an Honig und damit zwangsweise an die seit Jahrhunderten domestizierte Honigbiene. Selbst wenn von Wildbienen gesprochen wird, wird meist angenommen, dass damit verwilderte Honigbienen gemeint sind. Dass es aber nebst der Honigbiene alleine in der Schweiz noch über 600 andere Bienenarten gibt, die keinen Honig produzieren, war bis vor kurzem nur eingefleischten Insektenfreunden bekannt. Dies überrascht umso mehr, wenn man in Betracht zieht, dass diese unermüdlich arbeitenden Tiere für einen Grossteil der Bestäubung unserer Kultur- und Wildpflanzen verantwortlich sind.

Mehr über eine Wildbienen-Patenschaft erfahren Sie hier. 

Beliebte Wildbienen-Snacks

Wegwarte

Die Wegwarte (Cichorium intybus) ist unsere einheimische Wildversion des Endiviensalats.

Glockenblumen

Die Glockenblumen (Campanula) haben einen enormen Wert als Pollen- und Nektarspender für eine Vielzahl verschiedener Wildbienen.

Disteln

Die wichtigen Kratzdisteln (Cirsium) haben sich ein stacheliges Selbstverteidigungsarsenal zugelegt, weshalb sie leider oft ausgerissen oder vergiftet werden.

Biodiversität

Wer auf der Reise durch das Schweizer Mittelland nach Blumen Ausschau hält, muss geduldig sein. Immer mehr Flächen sind mit grünen Wüsten überzogen:  Grasplantagen ohne Blumen, ohne Insekten, ohne Leben.

Neben diesen Monokulturen bilden unsere Dörfer und Städte geradewegs Oasen der Biodiversität für Blumen, Wildbienen und Insekten. Hier gibt es Gärten, Balkone und kleine, ungenutzte Ecken, die unseren Wildbienen als Unterschlupf dienen. Mit diesen Samen können Sie ein buntes Buffet anpflanzen und mithelfen, unseren seltenen Wildbienen eine Lebensgrundlage schaffen. Denn Wildbienen sind auf einheimische Wildblumen angewiesen.

Unterstützung für Wildbienen

Wildbienen sind während des ganzen Jahres auf ein kontinuierliches Blütenangebot angewiesen und benötigen zudem enorme Pollenmengen für die Ernährung ihres Nachwuchses. Mit dem Pflanzen von geeigneten Blumen und Wildstauden kann ein wichtiger Beitrag geleistet werden, um diese wertvollen Tiere zu unterstützen. Ein Wildbienenhäuschen sowie natürliche Niststrukturen wie offene Bodenflächen, markhaltige Stängel, Trockenmauern oder Morschholz bieten weitere wichtige Voraussetzungen für die Fortpflanzung von Wildbienen. Mehr zu unseren BeeHomes finden Sie auf unserer Webseite.

Samenmischung
Wenn in der Natur die bestehende Pflanzengesellschaften durch äussere Einflüsse zerstört wurden, versuchen Pionierpflanzen, den freien Platz neu zu besiedeln. Diese Erstbesiedlergesellschaften könnten auch als "Wundpflaster der Landschaft" bezeichnet werden. Pionierpflanzen besitzen für ihre Erstbesiedlerfunktion folgende Eigenschaften: Sie sind anspruchslos an Boden und Standort. Meist wachsen Pionierpflanzen schnell und versuchen, den Boden mit starken Blättern oder mit Ausläufern zu bedecken und sich so gegen Platzräuber zu behaupten. Pionierpflanzen bilden häufig eine grosse Anzahl von Samen. Wir von Wildbiene + Partner haben am 18. Mai unter dem Motto "BeeReady" in Zürich, Bern, Basel und Winterthur eine Samenmischung an Passanten verteilt. Die Samenmischung besticht durch herrliche Farben und wunderschöne Blüten. Sie blüht und duftet von Anfang Mai bis weit in den Sommer hinein. Die Samenmischung ist eine besondere ökologische Nische für Insekten, Spinnen und andere Kleintiere.

Zusammensetzung Samenmischung: Färber-Hundskamille, Weidenblättriges Rindsauge, Pfirsichblättrige Glockenblume, Acker-Glockenblume, Rundblättrige Glockenblume, Kornblume, Skabiosen-Flockenblume, Rheinische Flockenblume, Wegwarte, Wilde Möhre, Kartäuser-Nelke, Grossblütiger Fingerhut, Gemeiner Natterkopf, Schopfiger Hufeisenklee, Feld-Witwenblume, Löwenschwanz, Gewöhnlicher Hornklee, Sigmarswurz, Saat-Esparsette, Dornige Hauhechel, Sand-Mohn, Klatsch-Mohn, Frühlings-Fingerkraut, Gelbe Reseda, Tauben-Skabiose, Scharfer Mauerpfeffer, Weisser Mauerpfeffer, Acker-Senf, Echte Betonie, Aufrechter Ziest, Rainfarn, Edel-Gamander, Grossblütige Königskerze, Zottige Wicke